Falls der Newsletter nicht korrekt angezeigt wird können Sie hier zur Online-Version gelangen

Liebe Leser*innen,

mit dem Start der neuen Förderrunde des Förderprogramms IQ – Integration durch Qualifizierung möchten wir Ihnen erste Einblicke in aktuelle Aktivitäten und Entwicklungen in Baden-Württemberg geben.

In der neuen Förderrunde, das hatten wir schon angekündigt, hat das Förderprogramm IQ – Integration durch Qualifizierung drei „Säulen“ in Baden-Württemberg: Die Anerkennungs- und Qualifizierungsberatung, Qualifizierungs- und Begleitangebote für Migrant*innen (RINIA-Netzwerk) und Unterstützung für Unternehmen, die Arbeits- und Fachkräfte suchen (RINWA-Netzwerk).

Ein Schwerpunkt liegt weiterhin auf der regionalen Zusammenarbeit. Im Raum Heilbronn-Franken hat sich die Regionale Koordinationsstelle Fachkräfteeinwanderung erneut mit der AG Pflegeoffensive ausgetauscht, um gemeinsame Maßnahmen zur Fachkräftesicherung in der Pflege voranzubringen. Auch auf individueller Ebene zeigen sich Erfolge – so konnte im Donau-Alb-Kreis eine Pflegefachkraft einen wichtigen Schritt in ihrem Anerkennungsverfahren erreichen.

Wie gezielte Unterstützung internationaler Fachkräfte wirken kann, zeigen zwei Erfahrungsberichte aus dem Projekt vide terra - Erziehung/Pädagogik. Darüber hinaus hat das RINWA-Netzwerk seine Arbeit aufgenommen und unterstützt Unternehmen künftig bei den Themen Integration und Antidiskriminierung. Mit einer neuen Qualifizierungsmaßnahme im Bereich Wirtschaft und Verwaltung eröffnen sich zusätzliche Perspektiven für Migrant*innen. Ein Beispiel aus Ulm zeigt außerdem, wie erfolgreiche Anerkennungsprozesse in der Pflege gestaltet werden können.

Wir wünschen Ihnen eine informative Lektüre!

Ihr Koordinationsteam der IQ Netzwerke in Baden-Württemberg

Koordinierung IQ Netzwerke in Baden-Württemberg:

Der Start in die neue Förderrunde: Die IQ-Angebote in Baden-Württemberg 

Netzwerkübersicht

Im Januar dieses Jahres startete eine neue dreijährige Förderrunde des Förderprogramms IQ – Integration durch Qualifizierung. Auch in Baden-Württemberg gibt es weiterhin IQ-Angebote, die alle dazu beitragen, dass Migrant*innen bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt bekommen und bildungsadäquat integriert werden.
Die IQ-Angebote in Baden-Württemberg lassen sich in drei „Säulen“ zusammenfassen: I.  Anerkennungs- und Qualifizierungsberatung,
II. Projekte zur Qualifizierung und Begleitung von Migrant*innen (RINIA-Netzwerk),
III. Unterstützungsangebote für Unternehmen (RINWA-Netzwerk)
Die beiden Netzwerke, RINIA und RINWA Baden-Württemberg, werden durch das ikubiz Mannheim koordiniert. Die Projekte zur Anerkennungs- und Qualifizierungsberatung sind Einzelprojekte, die nicht durch das ikubiz Mannheim koordiniert werden.

In der bundesweiten IQ-Struktur gibt es mit den „branchen-, berufs- und
qualifikationsübergreifenden Aktivierungsprojekten“ ein weiteres Angebot. Diese Projekte sind nicht auf ein bestimmtes Bundesland begrenzt, sondern arbeiten überregional. Zielgruppen sind einerseits Migrant*innen und andererseits Organisationen von migrantischen Communities sowie migrationsspezifische Beratungsstellen. Mehr zur neuen Förderrunde hier weiterlesen oder in unserer Netzwerkübersicht.

TOP

Wirtschaftsregion Heilbronn-Franken GmbH (RKF Heilbronn):

Regionale Zusammenarbeit: AG Pflegeoffensive tagt erneut

RKF Beraterinnen

Am 24. Februar 2026 kam die AG Pflegeoffensive in Abstatt erneut zusammen. Die vom Landratsamt Heilbronn initiierte Arbeitsgruppe verfolgt das Ziel, regionale Arbeitgeber*innen bei der Fachkräftesicherung zu unterstützen. Gemeinsam mit der Agentur für Arbeit Heilbronn, der Regionalen Koordinationsstelle Fachkräfteeinwanderung (RKF) Heilbronn und, je nach thematischem Schwerpunkt, weiteren regionalen Akteuren, werden aktuelle Herausforderungen analysiert, Bedarfe abgestimmt und Maßnahmen weiterentwickelt. Der regelmäßige Austausch stärkt die regionale Zusammenarbeit im Pflegebereich. Mehr dazu hier.

TOP

Deutsche Angestellten Akademie GmbH (RKF Göppingen):

Meilenstein im Anerkennungsprozess

C. Aslouf

Im vergangenen Jahr berichteten wir über Chafia Aslouj, eine Pflegefachkraft aus Tunesien.
Durch die Anerkennungspartnerschaft konnte sie sofort in einem Seniorenheim im Donau-Alb-Kreis arbeiten. Ein aktueller Termin mit der RKF Göppingen bildete den Anlass für ein Zwischenfazit: Chafia Aslouj erhielt vom Regierungspräsidium Stuttgart die Urkunde als anerkannte Gesundheits- und Krankenpflegehelferin. Damit setzt sie ihren Anerkennungsprozess zur Pflegefachfrau erfolgreich fort. Hier weiterlesen.

TOP

Diakonie Württemberg / vide terra:
Erfahrungsberichte: Wie vide terra Fachkräfte begleitet und stärkt

Nana

Das Projekt vide terra unterstützt internationale Fachkräfte dabei, in Deutschland als Erzieher*innen sowie in pädagogischen oder Gesundheitsberufen Fuß zu fassen.
Seit Februar sind die neuen Angebote wieder gestartet. Warum sich eine Teilnahme lohnt, zeigen zwei ehemalige Teilnehmerinnen: İnci Beyza Yürekli berichtet, wie sie im Anerkennungsprozess von vide terra begleitet wurde – hier weiterlesen. Eine weitere Absolventin, Nana Chkhaidze, hat ihren Anpassungslehrgang erfolgreich abgeschlossen und arbeitet heute wieder als pädagogische Fachkraft in einer Kita – ihre Geschichte finden Sie hier.

TOP

Koordinierung IQ Netzwerke in Baden-Württemberg:

Auftakt des RINWA Netzwerkes in Baden-Württemberg

RINWA-Team

Das RINWA-Netzwerk in Baden-Württemberg hat die Aufgabe, Unternehmen bei der Gewinnung, Einstellung und betrieblichen Integration von migrantischen Arbeits- und Fachkräften aus dem In- und Ausland zu unterstützen. Ebenso möchten die sieben Teilvorhaben mit bedarfsorientierten Angeboten Belegschaften sowie Lehrkräfte und Schüler*innen von Berufsschulen gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Diskriminierung im Arbeitskontext stärken.

Um das breite Aufgabenpaket möglichst gut umzusetzen, haben sich die Teilvorhaben am 22.01.2026 zu einem Auftaktworkshop in Mannheim getroffen und erste operative Konzepte erarbeitet. Unter anderem ging es dabei darum, die Vielfalt der Ressourcen und Kompetenzen der Teilvorhaben und des Netzwerkes abzubilden – so etwa die enge Anbindung an die Arbeitgeber-Services aller 18 Agenturen für Arbeit in Baden-Württemberg, die tiefe Expertise zum Fachkräfteeinwanderungsgesetz oder Konzepte zum Erkennen und Entgegenwirken von Diskriminierungsrisiken auf dem Arbeitsmarkt. Ebenso wurden auch Bedarfe identifiziert, um Unternehmen möglichst gut und genau zu beraten.

Insbesondere neue Projektmitarbeitenden haben sich mehr Kenntnisse über die Förderinstrumente der Bundesagentur für Arbeit gewünscht. Aus diesem Grund hat am 10.03.2026 im Rahmen einer gemeinsamen Online-Veranstaltung die Regionaldirektion Baden-Württemberg die wesentlichen Instrumente aus dem SGB III und II vorgestellt und Fragen der IQ-Berater*innen beantwortet.

TOP

Adis e.V.:
Kompetenzzentrum Faires Onboarding (KoFO)

Kofo

Das Kompetenzzentrum Faires Onboarding (KoFO) von Adis e.V. richtet sich mit seinem Angebot an Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen und Kitas in Baden-Württemberg. Es unterstützt sie ganz nach Bedarf bei allen Fragen rund um die Gewinnung, Qualifizierung und langfristige Bindung von Arbeits- und Fachkräften – sowohl aus dem In- als auch aus dem Ausland.

Ein wichtiger Aspekt liegt dabei auf einer diskriminierungskritischen Herangehensweise in Bewerbungs-, Onboarding- und Arbeitsprozessen (Faires Onboarding). Nähere Informationen zu den verschiedenen Angeboten für Einrichtungen und Teams finden Sie hier.

TOP

Interkulturelles Bildungszentrum Mannheim gGmbH:
Qualifizierungsmaßnahme „Wirtschaft und Verwaltung“ gestartet

Wirtschaft-Verwaltung

Am 2. März ist die Qualifizierungsmaßnahme „Wirtschaft und Verwaltung“ gestartet. Das Angebot unterstützt Migrant*innen dabei, ihre vorhandenen Kenntnisse gezielt für den deutschen Arbeitsmarkt auszubauen. Der Kurs umfasst regelmäßigen Online-Unterricht sowie zusätzliche Beratungs- und Coachingangebote.
Weitere Durchgänge sind bereits geplant, der nächste Starttermin ist im September 2026. Interessierte können sich ab Juni 2026 informieren und anmelden. Mehr Infos zum laufenden Kurs und zu den Lerninhalten hier weiterlesen.

TOP

Anerkennungs- und Qualifizierungsberatung IN VIA Ulm:
Anerkennung von Pflegefachkräften

Klinikschild

Wie gelingt die Anerkennung ausländischer Pflegefachkräfte trotz neuer Anforderungen?
Katrin Fleischmann, Anerkennungsberaterin bei der IN VIA Ulm sprach mit Vertreterinnen des Alb-Donau Klinikums (ADK GmbH).
Dabei erfährt sie, dass die ADK aufgrund des Fachkräftemangels konsequent auf die Anerkennung über Kenntnisprüfungen setzt. Internationale Pflegekräfte durchlaufen zunächst eine Praxisphase als Pflegehelfer*innen und anschließend einen sechsmonatigen Vorbereitungskurs mit Einsätzen in allen Pflegebereichen. Unterstützt werden sie durch ein umfassendes Integrationsmanagement mit persönlicher Betreuung. Hier geht es zu ihrem Bericht.

TOP

Landesbeirat für Integration Baden-Württemberg:
Stellungnahme zur aktuellen und künftigen Migrations- und Integrationspolitik

Beirat

Der Landesbeirat für Integration Baden-Württemberg, dem auch Elvira Stegnos, Leiterin der IQ Netzwerke in Baden-Württemberg angehört, blickt auf die integrationspolitischen Fortschritte der Legislaturperiode 2021-2026.
Er fordert, zentrale Errungenschaften wie Sprachförderung, Integrationsmanagement und kommunale Unterstützung nachhaltig zu sichern. Stellungnahme hier lesen.

TOP

Termine

31.03.2026 Fachkräfte global denken – Impulse für Rekrutierung und Integration. Veranstalter: IHK Ulm und Fachkräftebündnis Ulm/Oberschwaben. Die RKF Göppingen wird ebenfalls vor Ort sein und den „Denkraum 1“ mitbetreuen. Uhrzeit: 14 - 17 Uhr, Ort: IHK Ulm, Olgastr. 95 - 101, die Teilnahme ist kostenfrei, mehr Infos.

11.05.2026 Start IQ-Angebot: Zukunft Planen und Bauen. Brückenqualifizierung für Fachkräfte aus dem Bau- und Planungswesen. Mehr Infos.

01.07.2026 Infotag beruflicher Wiedereinstieg. Rathaussaal Mosbach. Infos folgen. 

Weitere Termine hier

TOP

Neue Publikationen

IAB-Kurzbericht 3/2026: IAB-BAMF-SOEP-Befragung

Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine hat seit Februar 2022 die größte Fluchtbewegung in Europa seit 1945 ausgelöst. Ende 2024 lebten rund 6,7 Millionen ukrainische Geflüchtete im Ausland, davon etwa eine Million in Deutschland. Analysen auf Basis der IAB-BAMF-SOEP-Befragung, verknüpft mit Daten der Integrierten Erwerbsbiografien, zeigen, wie sich ihre Arbeitsmarktintegration seit der Ankunft entwickelt hat. Zum Kurzbericht.

FES: Zum Arbeiten nach Deutschland: faire Anwerbung gestalten - Ausbeutung verhindern

Deutschland ist zunehmend auf Arbeitskräfte aus Drittstaaten angewiesen, doch unklare Informationen im Herkunftsland und informelle Vermittlungswege erhöhen das Risiko von Ausbeutung bereits vor der Einreise. Fehlende Daten, zersplitterte Zuständigkeiten und Hemmnisse wie Abhängigkeiten oder Sprachbarrieren verhindern, dass Betroffene ihre Rechte einfordern, wodurch Ausbeutung oft verborgen bleibt. Eine neue Publikation der Friedrich-Ebert-Stiftung befasst sich mit diesem Thema. Hier lesen. 

O-A-E: Wie kann die Arbeitsmarktintegration von Frauen mit Fluchterfahrung gelingen?

Diese Open-Access-Essential präsentiert Erkenntnisse und praxisnahe Modelle, um insbesondere geringqualifizierte geflüchtete Frauen besser in Arbeit zu bringen, und bietet Empfehlungen für Fachkräfte, Unternehmen und Politik – mit übertragbaren Schlussfolgerungen für andere unterrepräsentierte Gruppen. Zur Publikation.

Informieren, vernetzen und einbinden: Neueingewanderte Frauen als Mitgestalterin der Kommune

Die Publikation von Minor aus dem Projekt Connected Women präsentiert Ergebnisse einer Onlinebefragung neueingewanderter Frauen in drei Städten zu ihrer Nutzung kommunaler Angebote und ihrem Engagement. Zudem formuliert sie Empfehlungen der Frauen, wie Kommunen sie gezielter erreichen und als aktive Mitgestalterinnen gewinnen können. Hier lesen

Wir sind jetzt auf LinkedIn!

Folgen Sie uns, um Einblick in unsere Arbeit, Projekte und Aktivitäten zu erhalten. Auf unserem Profil teilen wir regelmäßig Neuigkeiten und Veranstaltungshinweise. Wir freuen uns darauf, mit Ihnen in den Austausch zu kommen! Jetzt folgen.

TOP
Impressum 
 
Herausgeber:
Interkulturelles Bildungszentrum Mannheim gGmbH - ikubiz
(Koordinierungsstelle der IQ Netzwerke Baden und Württemberg)
N4, 1
68161 Mannheim
 
Redaktion: Georgette Carbonilla, Hüseyin Ertunç
 
Texte: Daniela Bauer, Georgette Carbonilla, Hüseyin Ertunç, Katrin Fleischmann, Silia Kelesidis, Denise Lehrle, Annette Martucci
 
Fotos: Canva, DAA/Burkhard Schünke, Kinderhaus Aischbach, ikubiz, WHF GmbH

Haftungshinweis: Trotz sorgfältiger inhaltlicher Kontrolle übernehmen wir keine Haftung für die Inhalte externer Links. Für den Inhalt der verlinkten Seiten sind ausschließlich deren Betreiber verantwortlich.

Die IQ Netzwerke in Baden-Württemberg werden im Rahmen des Förderprogramms IQ – Integration durch Qualifizierung durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und die Europäische Union über den Europäischen Sozialfonds Plus (ESF Plus) gefördert und vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge administriert. Partner in der Umsetzung sind das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend und die Bundesagentur für Arbeit.

Die Koordinierungsstellen der IQ Netzwerke in Baden-Württemberg werden zusätzlich finanziert durch das Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration aus Landesmitteln, die der Landtag Baden-Württemberg beschlossen hat.

Wird diese Nachricht nicht richtig dargestellt, klicken Sie bitte hier.
Interkulturelles Bildungszentrum Mannheim gGmbH
Georgette Carbonilla
N4, 1
68161 Mannheim
Deutschland

0621 - 400712-15
georgette.carbonilla@ikubiz.de
Wenn Sie diese E-Mail (an: unknown@noemail.com) nicht mehr empfangen möchten, können Sie diese hier kostenlos abbestellen.